Gastbeitrag: „Du hast jeden Tag 86400 Sekunden zur Verfügung…“ von Janet Schaer

Du hast jeden Tag 86400 Sekunden zur Verfügung. Wie viele bist Du bereit, zu vergeuden?

In Machen steckt Ach ist nicht nur Inhalt einer meiner beliebtesten Vorträge, sondern auch eine Aufforderung an Dich! Heute will ich Dich unterstützen, vom ACH zum mACHen zu kommen. Du hast mit Sicherheit die ein oder andere Baustelle, die Du vor Dir herschiebst und Dich nicht ran wagst.

Zu wenig Zeit? Zu wenig Möglichkeiten? Zu wenig Wissen? Was ist denn der Grund, weshalb Du hier liest? Es gab sicher einen ausschlaggebenden Punkt, an dem Du handeln wolltest (weil es nicht anders ging und es zu weh getan hat, stimmt’s)?

Es darf Dir niemals weh tun. Weder beim Sport noch sonst irgendwo im Leben. Aber anstrengend darf es gern sein!

Davon bin ich überzeugt! Hast Du auch diese Sätze im Kopf: “Es muss weh tun, nur dann wirkt es!” “Da musst Du jetzt durch!”
Nun, ich kenne diese Glaubenssätze auch und habe Jahre gebraucht, mein Leben anders zu sehen. Meinen Körper zu verstehen, wenn er geschrien hat, weil ich mich für andere Menschen “verbogen habe”. Ich bin seit vielen Jahren – neben meiner Arbeit als Lebensfreude-Referentin – Kursleiterin für Yoga, Pilates und Reha-Patienten. Ich beobachte seit Jahren, was durch bewusste körperliche und geistige Bewegung mit uns passiert. Das Ergebnis ist wundervoll! Übrigens kam so der Name HERZERWÄRMER! zustande – weil ich in meiner Arbeit Menschen bewusst machen konnte, wie gut ihnen bestimmte Bewegungen tun, und sie sich danach herzerwärmt fühlten!

Warum Du mehr Dinge tun solltest, die Dir gut tun

Sobald Du geschafft hast, Dich aus einer Situation heraus zu bewegen, die Dir nicht gut getan hat (Du weißt schon, Kopf- und Nackenprobleme, unterer Rücken, Gedankenspiralen, wenig Licht am Horizont …), merkst Du ganz schnell: Du fühlst Dich besser, leichter, und verstehst oft Dinge, die Du vorher nie verstanden hättest. Meistens zeigt sich während der BeWEGung schon eine Lösung auf … Faszinierend!
Wenn sich die Lösung soooo gut anfühlt, muss es doch auch Wege geben, Dich aus erdrückenden Situationen zu befreien, oder? Jaaaaaa, es gibt sie 🙂 Aber Vorsicht: BeWEGung hat etwas mit MACHEN zu tun. Mit Verändern. Mit neuen Wegen.

Vom ACH zum nächsten ACH oder zum dauerhaften mACHen?

Leben ist eben nicht immer rosig. Erfahrungen gehören dazu und so wie Du jetzt bist, bist Du die Summe Deiner Erfahrungen. Bzw. die Summe Deiner Erfahrungen, wie Du sie angewendet hast. Es soll ja Menschen geben, die nicht aus Erfahrungen lernen und immer noch sagen: “Ach, hätte ich doch damals …, dann wäre es jetzt leichter.” Tja, Chance vorbei. Hätte, könnte, wäre werden Dich niemals in ein herzerwärmtes Gefühl katapultieren.

Aufgabe 1: Streiche den Konjunktiv. Verwende ab sofort haben, können und ist.

Ich möchte dir am Beispiel von Sport deutlich machen, was Geniales mit Dir passieren wird, wenn Du an Deinen Vorhaben dran bleibst. Du bist hoch motiviert, hast gelesen, dass das nun klappen wird. Also los!

„Einmal Schokolade essen macht gar nichts. Einmal Sport macht aber auch gar nichts.“

Ich muss ehrlicherweise oft über die Männer in den Fitnessstudios schmunzeln – sie haben endlich einen Probetermin (Glückwunsch, das nenne ich MACHEN!) und sind hochmotiviert dabei! Sie machen bei möglichst viel Gewicht und voller Elan gleich 100 Wiederholungen!
Und dann nie wieder.
Mein Kind hatte sich ja im November auf dem Schulweg den Knöchel gebrochen und wir hatten ganz schön zu tun mit der Situation. Es hatte ihr sehr weh getan und sie glaubte nicht an Heilung. Zwei mal täglich fragte ich sie: “Wie sind die Schmerzen auf einer Skala von 1 – 10? 10 ist am schmerzvollsten.” Am ersten Tag sagte sie “10!”, wenige Stunden später war sie selbst über eine “7” verblüfft. Die 5 hielt ein paar Tage an – und nun, was glaubst Du, wie es jetzt ist? 0! Yeah! Es lohnt sich, dranzubleiben und immer wieder auch den kleinsten Zwischenstand zu notieren oder wenigstens zu bemerken.

Aufgabe 2: Dein Elan ist hoch anzusehen, aber Du weißt ja, dass nur stetiges Wasser den Stein höhlt. Kleine, sanfte Schritte. Es hat noch niemand an einem Tag alles geschafft. Bleibe tapfer und sei stolz auf klitzekleine Veränderungen!

Erst wenn Du Dir etwas vorstellen kannst, kann es auch wahr werden.

Du nimmst Dir vor, ab sofort jeden Tag etwas zu machen. Machst Du aber nicht. Kann es sein, dass Du noch gar keine konkreten Ziele hast? Solange Du Dir keine konkrete Vorstellung darüber machst, wann und wie Du Dein MACHEN jeden Tag ausführen kannst, wirst Du es nicht realisieren.

Aufgabe 3: Was machst Du bis wann? An welchem Ort? Wen und was brauchst Du dazu?

 Lass das Extreme sein!

Du bist hoch motiviert und möchtest Bäume ausreißen. Das ist sehr schön! Gib Deinem Körper (und Deiner Seele) mit ein paar Schritten und ein paar rollenden Schulterbewegungen die Möglichkeit sich aufzuwärmen und langsam ins MACHEN einzusteigen.
Unternehmen machen einen Marketingplan, ich bereite mich tagelang auf die Bühne vor, durchdenke alles – tu das auch! Langsam und durchdacht!

Aufgabe 4: Bitte beachte, dass Dein Körper keine Schocks mag. In der Ruhe liegt die Kraft.

Beachte die Linie Deiner Gelenke, um gesund zu bleiben.

Wenn Du gesund durch Dein Leben kommen willst und viel erreichen möchtest, solltest Du Deinen Körper kennen. Du legst voller Motivation los. Bitte achte trotzdem auf Deine Gelenke (egal in welchem Alter!). Betrachte mal deinen Alltag: Wo stehen Deine Füße? Sind alle Gelenke untereinander oder auf einer Linie nebeneinander? Ist die Spannung in Deinem Körper aufgebaut?

Aufgabe 5: Bitte achte auf den herrlich geometrischen Bau Deines Körpers. Jetzt darfst Du loslegen.

Du denkst zuviel …

Du erfindest Ausreden. Du verschiebst Dein MACHEN, weil Du Dir sagst, Du hast keine Zeit, Du hast gerade das Falsche an, und überhaupt ist hier nicht der richtige Ort. Worauf wartest Du, endlich einfach zu mACHen?

Aufgabe 6: Du kannst sogar auf der Toilette, im Büro und in Bürokleidung Pläne schmieden und MACHEN!

Dein Körper braucht etwa drei Wochen um eine Gewohnheit zu etablieren

Du erwartest nach zwei Tagen Training erste Erfolge. Das darfst Du auch. Die Erfolge sind aber oft so klein, dass Dein Alltag sie regelrecht überspült und Du sie gar nicht wahrnimmst. Unser Körper (unsere Seele auch, mindestens) braucht etwa drei Wochen um eine Gewohnheit zu etablieren und als etwas Gegebenes hinzunehmen. Du wirst also nach drei Wochen täglichem Training sichtbare und fühlbare Erfolge haben.
Die Möglichkeit besteht, dass Du auf der Stelle schmerzfrei bist und Dich zu hundert Prozent gesund und glücklich fühlst. Der Mensch besteht jedoch aus Schmerz und Freude, und Dir sollte bewusst sein, dass bei den meisten Menschen immer etwas „klemmt“. Es ist Deine Wahrnehmung, die darüber entscheidet, wie gesund und glücklich Du Dich fühlst.

Aufgabe 7: Mach zu Beginn eine Liste.
Was schmerzt Dir alles?
Was fühlt sich besonders gesund und leicht an Deinem Körper an?

Nach drei Wochen nimmst Du diese Liste wieder zu Dir, überprüfst die Ergebnisse und Du wirst wunderbare Veränderungen sehen.

Du hast jeden Tag 86400 Sekunden zur Verfügung.

Wie viele bist Du bereit, zu vergeuden? Und wie viele bist Du bereit, für ein besseres Gefühl einzusetzen?

Ich wünsche Dir einen fantastischen Tag, und schreibe mir, falls Du allein nicht weiterkommst! Wenn man Unterstützung hat, geht immer alles leichter! Brauchst Du einfach nur MACHEN 🙂

 

Deine Janet

Deutschlands 1. Herzerwärmerin

Du hast jeden Tag 86400 Sekunden zur Verfügung. Wie viele bist Du bereit, zu vergeuden?

 

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