Gastbeitrag: „Wie (k)eine Entscheidung Dein Leben verändert.“ von Christina Fedaie

Mal Hand aufs Herz. Wie oft hast Du Dich in Deinem Leben an einer Weggabelung wieder gefunden und weil Du Dich für keine Richtung entscheiden konntest, hast Du Dich umgedreht und bist wieder zurückgelaufen? Bereust Du es schon?

Egal ob Du am Anfang stehst oder Dich mitten drin in einer Life Change Situation befindest, stellt sich für Dich mit Sicherheit irgendwann einmal die Frage: „Wie entscheide ich mich richtig?“ Lass uns einen Blick drauf werfen, warum uns diese Frage vor allem für unsere berufliche Laufbahn so sehr beschäftigt und wir sie immer und immer wieder aus der Schublade kramen, wenn wir im Leben an einen Punkt kommen, wo es nicht mehr so weitergehen kann wie bisher.

Was hält Dich zurück?

Wie schaut es denn bei Dir gerade im Job aus? Hast Du Lust auf einen kleinen Test?

Auf einer Skala von 1-10, wie zufrieden bist Du, wenn du an Deine aktuelle berufliche Situation denkst? Wenn Du eine deutliche 10 spürst, kann ich Dir nur gratulieren. Du brauchst zumindest in diesem Bereich nichts verändern. Wenn Du hingegen weniger als 6 einschätzt, stell Dir noch die zusätzliche Frage: Ist es okay für Dich, dass Du im Job nicht mehr Zufriedenheit verspürst? Ein JA ist völlig legitim, denn nicht jeder strebt nach beruflicher Erfüllung. Du konzentrierst Dich dann eben auf andere Lebensbereiche, was toll ist. Wenn Deine Antwort aber NEIN heißt und Deine Unzufriedenheit einen großen Raum in Deinem Leben einnimmt, dann solltest Du spätestens jetzt anfangen, aktiv zu werden und etwas an Deiner Situation verändern.

Bleiben wir bei dem Beispiel mit der Unzufriedenheit im Job, wobei meine Tipps auch für jeden anderen Lebensbereich gültig sind. Wenn Du an einem Punkt bist, wo die Unzufriedenheit so groß ist, dass es nicht mehr so weiter gehen kann wie bisher, fragst Du Dich wahrscheinlich: „WAS SOLL ICH JETZT TUN?“

Egal ob Du in so einem Moment die Qual der Wahl hast oder das Gefühl hast, Du hast eigentlich überhaupt keine Wahl, eine Entscheidung zu treffen, kann sich sehr endgültig anfühlen und Dein Leben drastisch verändern. Das wissen wir und das verunsichert uns. Denn wir haben keine Ahnung, ob die Entscheidung, die wir treffen, zum Besten ist oder alles nur noch schlimmer macht. Genau diese Ungewissheit macht es uns so unglaublich schwer, die „richtige“ Entscheidung zu treffen. In solchen Situationen glauben wir, dass es wohl vernünftiger ist, uns gar nicht zu entscheiden und lieber im gewohnten Umfeld zu bleiben. „So schlimm ist die Situation ja auch wieder nicht!“, versuchen wir uns selbst zu beruhigen. Wirklich happy sind wir damit dann aber auch nicht! Denn wir übersehen, dass keine Entscheidung zu treffen, letztendlich bedeutet, dauerhaft in einem Schwebezustand zu sein. Wir haben nämlich schon erkannt, dass das Bisherige nicht mehr zu uns passt und gleichzeitig, trauen wir uns nicht, weiterzugehen. Wir stecken also fest und kommen nicht an. Dieser Zustand kann sich sehr belastend anfühlen.

3 Typen im Life Change Prozess

Wenn wir im Leben an eine Weggabelung kommen und nicht so genau wissen, ob wir nun nach links oder rechts gehen sollen, geht ein riesiger Machanismus in unserem Kopf los. Der Verstand schaltet sich ein und wägt alles ab, und zwar in Dauerschleife. Wir ziehen hilfreiche Erfahrungen zurate, entwickeln aber auch Horrorvorstellungen in der Zukunft. Das Einzige, das wir nicht tun, ist, bewusst dieses Grübeln wahrzunehmen. Deshalb empfehle ich Dir, in einem ersten Schritt bewusst zu werden, was Dich eigentlich so hin- und herreißt. Wie schon beschrieben, befindest Du Dich in einer Situation, die Du so nicht mehr ertragen kannst. Die Entscheidung darüber weiterzuziehen, fällt Dir aber enorm schwer. Es ist wichtig, dass Du verstehst, was Dich stocken lässt. Erst dann kannst Du anfangen, eine passgenaue Lösung für Dein Problem zu entwickeln. In meiner Arbeit als Coach habe ich hauptsächlich 3 Typen* in solchen Situationen wahrgenommen. Findest Du Dich darin auch wieder?

  1. Der Typ, der zurückgeht und sich einredet, alles ist gut so wie es ist aber innerlich doch unzufrieden ist.
  2. Der Typ, der an der Schwelle zum Absprung steht aber innerlich hadert, ob es nicht doch noch besser wird, wo er ist und damit dann genauso wie er es sich wünscht.
  3. Der Typ, der es schon erkannt hat, dass der Absprung die bessere Entscheidung ist, aber einen vermeintlich triftigen Grund hat, doch nicht zu springen.

Natürlich gibt es zwischen diesen Typen noch Mischformen. Es geht auch gar nicht darum, sich in eine Schublade zu stecken. Vielmehr möchte ich Dich dazu anregen, achtsam hinzuschauen und in Dich zu spüren, wenn Du Dich in einer festgefahrenen Situation wiederfindest.

Mich interessiert, welche Erfahrungen Du schon mit schwerwiegenden Entscheidungen gemacht hast. Wie gehst Du damit um, wenn Du die Qual der Wahl hast? Schreib es gerne in die Kommentare. Ich freue mich, von Dir zu lesen.

 

Alles Liebe,

Christina Fedaie

 

P.S.: Denke immer daran, Deine Lebenszeit ist kostbar. Daher nutze sie für Dinge, die Dich glücklich machen!

*Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird hier der Einfachheit halber nur die männliche Form verwendet. Die weibliche Form ist selbstverständlich immer mit eingeschlossen. Liebe Frauen, ihr seid natürlich genauso angesprochen und gefragt :).

P.S.: Hier der Link zum Video: https://christinafedaie.de/keineentscheidung/

Über den Autor

Der Autor hat keine Informationen über sich veröffentlicht

Wie ist deine Meinung dazu?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.