Gastbeitrag: „7 Tipps für deine Jobsuche.“ von Christina Fedaie

Hast du keine Ahnung, welcher berufliche Weg für dich der Richtige ist oder wie du dorthin kommst? Hast du vielleicht sogar schon einige Jobs ausprobiert und dabei festgestellt, irgendwie ist es immer noch nicht das Gelbe vom Ei? Du sehnst dich danach anzukommen und deinen Platz zu finden. Ganz egal, ob du nun am Anfang deiner beruflichen Laufbahn stehst oder dich schon einige Jahre beruflich ausprobiert hast. Meine 7 Tipps für deine Jobsuche helfen dir, diese Herausforderung mit ganz anderen Augen zu sehen und damit endlich deinen Weg zu finden.

Wenn du meinen letzten Blogbeitrag „10 Insights über mich.“ gelesen hast, weißt du, dass meine Berufsorientierung nach der Schule mit einer absoluten Ratlosigkeit angefangen hatte und es eine lange Zeit gebrauchte, bis ich die ersehnte Klarheit gewann. Ich wusste lange nicht, was ich beruflich machen will. Was ist das Richtige für mich? Bei allem, was ich während des Studiums ausprobiert hatte, hat immer irgendetwas gefehlt. Bis ich herausgefunden habe, worauf es bei der beruflichen Orientierung tatsächlich ankommt. Für mich war das damals ein Magic Moment, der sich wie eine Erleuchtung angefühlt hat. Es war der Anfang von einer unbeschreiblichen Reise zu mir selbst. Ich hatte ja sowas von keine Ahnung, was möglich ist, wenn man die Berufsorientierung richtig anpackt. Aber was ist eigentlich RICHTIG?

Die ersten Gehversuche bei der Berufsorientierung

Welcher berufliche Weg richtig für dich ist, ist eine sehr individuelle Angelegenheit. Und da liegt auch schon der Hund begraben. Erinnere dich einmal an deine ersten Gehversuche bei der Berufsorientierung, meist im letzten Drittel oder gegen Ende der Schulzeit. Bei mir war das in der 9. Klasse, als das einwöchige Berufspraktikum anstand. Ich kann mich nur allzu gut daran erinnern. Seitens der Schule wurden wir mit diesem Thema völlig alleine gelassen. Das höchste der Gefühle war ein Besuch im Berufsinformationszentrum, wo wir einen Orientierungstest am Computer machen durften. Die Ergebnisse waren für die meisten von uns aber eher irritierend als wegweisend. Die Situation im Rahmen der Berufsorientierung von Schülerinnen und Schülern mag sich heute an den Schulen etwas verbessert haben. Dennoch ist es weit verbreitet, dass die individuelle Berufsorientierung meist außerhalb der Schule passiert. Daher überrascht es nicht, wenn sich junge Menschen bei der Berufswahl schwer tun. Wenn sie nicht viel Glück hatten, weil ihre Eltern sie in der Entwicklung ihrer eigenen Potenziale gefördert haben, kann die Berufswahl und die spätere Jobsuche zu einer echten (manchmal schwer überwindbaren) Challenge werden.

Wenn du ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht hast, möchte ich dir an dieser Stelle Mut machen. Auch wenn du bisher kaum Unterstützung erhalten hast, gibt es für dich Hoffnung, die berufliche Suche erfolgreich zu meistern. Bevor ich dir meine ganz persönlichen 7 Tipps für deine Jobsuche verrate, will ich dir zunächst 3 Kategorien beruflicher Laufbahnen vorstellen, die du bei deiner Wahl unbedingt berücksichtigen solltest.

3 Kategorien beruflicher Laufbahnen

Die Entscheidung für die richtige, berufliche Laufbahn hängt sehr von deinen ganz persönlichen Werten, Ansprüchen und Zielen ab. Deshalb unterscheide ich zwischen 3 Kategorien, wenn mir meine Klienten im Coaching die zentrale Frage stellen: „Was soll ich beruflich tun?“

#1 Der Job

Wenn du einfach nur einem Job nachgehen willst, geht es dir vordergründig darum, ein Einkommen zu generieren, mit dem du deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst. Der Job ist aber nicht dein Lebensinhalt, sondern einfach nur Mittel zum Zweck, was durchaus legitim ist und auch glücklich machen kann, wenn du dein Glück aus anderen Lebensbereichen ziehst.

#2 Die Karriere

Für die klassische Karriere spielt der Beruf eine sehr zentrale Rolle in deinem Leben. Es geht um mehr als nur das Geld verdienen. Du hast ein klares berufliches Ziel vor Augen. In der Regel ist dieser Weg verbunden mit Anerkennung, Prestige, einem höheren Rang und beruflichem Erfolg im Sinn einer finanziellen Unabhängigkeit und Absicherung für das Alter. Da ist man dann durchaus bereit gewisse Opfer zu bringen, wie z. B. weniger Zeit für Familie und Hobbys.

#3 Die Berufung

Wenn es dir wichtig ist, deine Berufung zu finden, strebst du nach beruflicher Erfüllung und Sinnstiftung. Hier geht es um die Verschmelzung von deinen Überzeugungen, der eigenen Persönlichkeit und deiner beruflichen Leistung. Du stehst voll und ganz hinter der Aufgabe, der du nachgehst. Freude und Spaß im Job sind für dich unverzichtbar, weil du das Leben nicht erst nach Feierabend genießen willst.

Alle drei Kategorien haben ihre Berechtigung und können für dich einen wichtigen Nutzen haben. Mit den nächsten 7 Tipps für deine Jobsuche, findest du heraus, welche dieser Kategorien zu dir passt und was du brauchst, um beruflich deinen Weg zu gehen.

Meine 7 Tipps für deine Jobsuche

Nun verrate ich dir meine ganz persönlichen und selbsterprobten Tipps, damit du etwas Licht ins Dunkle deiner beruflichen Suche bringst. Alle Tipps haben sich bei meinen Klienten bewährt. Warum sollte es also nicht auch für dich funktionieren? Daher schnappe dir einen Block, zücke deinen Lieblingsstift und mache nach jedem Tipp eine kurze Pause für deine Notizen. Halte alles fest, was für dich wichtig ist. Bereit? Los geht’s!

Tipp 1: Deine Energie

Nicht zu wissen, welcher berufliche Weg zu dir passt, ist emotional sehr anstrengend. Du bist immer getrieben und gleichzeitig erschöpft. Es ist ein enorm großer Kraftakt, den du immer wieder aufs Neue aufbringst, um nicht den Mut zu verlieren. Deshalb ist es wichtig, dass du erst einmal durchatmest und dich entspannst. Die Berufsorientierung ist kein Sprint sondern eher ein Langlauf. Du musst Deine Energien gut einteilen, um irgendwann ans Ziel zu kommen.

Tipp 2: Deine Stärke

Werde dir über deine Stärken bewusst. Was kannst du? Was macht dir Spaß? Bei welchen Fragen, wenden sich andere Menschen an dich und hoffen auf deinen Rat? Dinge, die wir schon gut können, geben uns ein sicheres Gefühl und fördern unser Selbstvertrauen.

Tipp 3: Deine Wünsche

Werde dir über deine Wünsche und Träume bewusst. Es klingt banal aber sie geben dir gute Hinweise dafür, wie du dein Leben gestalten möchtest und was du brauchst, um glücklich zu sein. Außerdem weitest du damit deinen Blick und ziehst Möglichkeiten in Betracht, an die du bei deiner Berufsorientierung noch gar nicht gedacht hattest.

Tipp 4: Deine Interessen

Was begeistert dich? Bei welcher Beschäftigung vergisst Du die Zeit? Was hat schon immer deine Aufmerksamkeit gewonnen und welche neuen Leidenschaften hast du im Laufe deines Lebens entdeckt? Werde dir über deine aktuellen und früheren Interessen bewusst. Denn das sind die Dinge, die dich inspirieren, deine Kreativität fördern und dir Lebensfreude verschaffen.

Tipp 5: Deine Vision

Trau dich kreativ zu sein und fang an dein Leben selbst zu gestalten. Egal, wie alt du bist und wieviel Lebenserfahrung du schon sammeln konntest. Nutze das, was du bisher über dich gelernt hast, um eine Vision für dein Leben zu entwickeln. Auf was willst du zurückblicken, wenn du einmal alt bist? Was möchtest du einmal erreicht haben? Was motiviert dich, um nicht aufzugeben? Du wirst im Laufe des Lebens noch mehr Erfahrungen sammeln und so deine Vision immer weiter konkretisieren. Lass dich davon aber nicht abbringen, schon jetzt den Weg einzuschlagen, den deine Vision dir aufzeigt.

Tipp 6: Deine Übung

Gehe mit Leichtigkeit an deine Berufsorientierung heran. Das Gras wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst. Deine Geduld wird immer wieder auf die Probe gestellt. Bevor du dir aber lange den Kopf zerbrichst, ob deine Ideen Hand und Fuß haben, ergreife lieber die Initiative und suche dir Räume, wo du deine Ideen ausprobieren und aus Fehlern lernen kannst.

Tipp 7: Deine Vorbilder

Suche dir Vorbilder, die dich inspirieren. So kannst du von Anderen lernen und dich an ihren Lebenswegen orientieren. Du musst für deine berufliche Orientierung das Rad nicht neu erfinden. Wichtig ist nur, dass du bei der Umsetzung einer Idee, der Sache deine ganz persönliche Note verleihst.

Mit diesen Tipps gehst du bei deiner Berufsorientierung einen ganz neuen Weg. Du richtest deinen Blick weg von äußeren Anforderungen hin zu deinen inneren Potenzialen. Du fragst nicht mehr „Was kann ich beruflich tun?“, sondern überlegst, „Was bringe ich an Potenzialen mit und auf welchem Weg kann ich diese Potenziale ausleben?“. Damit wird deutlich, dass Berufsorientierung ohne Selbstfindung nicht funktioniert. Zumindest dann nicht, wenn du dein Leben, beruflich sowie privat, nach deinen eigenen Wünschen gestalten möchtest.

Ich hoffe, dass du inspiriert bist und Lust entwickelt hast, deine Berufsorientierung neu anzupacken. Ich wünsche dir eine wundervolle Reise zu dir selbst und viel Freude bei der Entfaltung deiner Potenziale.

Jetzt bin ich sehr neugierig zu erfahren: Für welchen beruflichen Weg schlägt dein Herz? Schreib mir eine Nachricht unter info@christinafedaie.de oder hinterlasse einen Kommentar unten in der Kommentarbox. Ich freue mich, von dir zu lesen!

Alles Liebe,

Christina Fedaie

P.S.: Denke immer daran, Deine Lebenszeit ist kostbar. Daher nutze sie für Dinge, die Dich glücklich machen!

Quelle: https://christinafedaie.de/jobsuche_7_tipps/

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