Was ist eigentlich das Komplizen-Mentoring-Programm?

Das Hauptprogramm der Komplizen ist das Schülermentoring. bestehend aus einem 1:1 Mentoring, verschiedenen Arbeitsplatzbesichtigungen und Seminaren. Also Theorie, Praxis und Reflektion in einem Programm 😀

Kern des Schülermentorings ist dabei das 1:1 Mentoring: ein Schüler – ein Mentor.

Den Schülern wird für ein Schuljahr ein Komplize an die Seite gestellt, der sie bei ihrem Berufsorientierungsprozess unterstützt. Doch…

Wie kommen die Schüler zu dem Komplizen-Mentoring?

Das Mentoring beginnt mit der sogenannten Roadshow. Dabei geht das Projektteam der Komplizen in die Schulen und stellt ihr Programm in der 10. Klasse Gymnasium oder 9. Klasse Realschule vor. Die Berufsorientierungslehrer entscheiden dabei über das Wann, Wo und Wie: manchmal findet unsere Roadshow in der 1. Stunde statt, manchmal in der letzten, manchmal nur vor einer Klasse, manchmal vor einer ganzen Klassenstufe, manchmal in der Aula, manchmal in der Mensa. Wir passen uns den Möglichkeiten der Schule und der Berufsorientierungslehrer an – sind eben Komplizen… 😉

In unserer Roadshow wird den Schülern das Programm erklärt, auch dass es 35 Euro kostet, wie sie sich dazu anmelden können und natürlich, dass eine Anmeldung nur mit der Unterschrift der Eltern gültig ist.

Häufigste Frage: Kann man sich auch ohne Roadshow beim Komplizen-Programm anmelden.

Antwort: Natürlich! Einfach auf unserer Homepage den dem „Hier anmelden“ folgen. 🙂

Was ist eigentlich ein Mentor?

Nach der Anmeldung werden alle teilnehmenden Schüler in unser Schüler-Seminar eingeladen und auf das Mentoring-Programm vorbreitet. Themen sind dabei:

  1. Der Mentor: Was ist eigentlich ein Mentor? Was kann der? Wie spreche ich den an? Wo treffe ich mich mit ihm und über was spreche ich mit ihm?
  1. Arbeitsplatzbesichtigung: nächste Woche dazu mehr 🙂
  1. Holprinzip: Was ist Eigenmotivation? Was heißt Eigeninitiative? Wie zeigt sie sich in unserem Handeln, wie im Komplizen-Programm?
  1. Ziele: Was soll in der Komplizen-Zeit erreicht werden? Wie soll es erreicht werden?

Unser Ziel im Schüler-Seminar ist es, dass sich jeder Schüler klar darüber ist, was er bei uns im Programm mitnehmen will, dass er weiß, wie das Programm funktioniert und natürlich, dass wir die Schüler so gut wie möglich kennenlernen.

Häufigste Frage: Was ist, wenn der Termin für das Schüler-Seminar nicht passt? Wenn man da keine Zeit hat?

Antwort: Wir sind flexibel und richten uns nach den Schülern, so dass wir immer, für jeden Schüler, einen passenden Termin finden – für jeden Programmteil.

Wer sind diese Mentoren?

Erst nachdem wir alle Schüler kennen und uns mit ihren Berufswünschen beschäftigt haben, gehen wir auf Mentorensuche. Wir suchen nach Berufstätigen aller möglichen Branchen. Wir richten uns dabei ganz nach den beruflichen Interessen der Schüler.

Für viele Mentoren ist es das erste Mentoring und ausserdem eine neue Situation, sich so intensiv mit Schülern von 15-17 Jahren zu beschäftigen.

Häufigste Fragen: Arbeiten die Mentoren ehrenamtlich? Und warum machen die das?

Antwort: Sie arbeiten ehrenamtlich. Die meisten unserer Mentoren melden sich zum Mentoring, weil sie früher selbst gerne einen Unterstützer/Begleiter bei ihren Berufsorientierungsprozess gewollt hätten. Andere wiederum hatten einen Mentor und wissen, wie sehr man von einer solchen Beziehung profitieren kann. Beides sind Aspekte, die dafür sorgen, dass sich unsere Mentoren schnell mit ihrer Rolle identifizieren und motiviert dem Kick-Off entgegen fiebern.

Welcher Mentor passt zu welchem Schüler?

Doch bevor es zum Kick-Off kommt, beginnt für das Projektteam die aufregende Phase des Matchings. Welcher Mentor passt zu welchem Schüler? Der Mentor soll aus dem Berufsfeld kommen, in dem der Schüler später mal arbeiten will, sie sollen aber auch charakterlich zueinenader passen und sich sympatisch sein. Sie sollen gleiche Interesse haben und gleiche Hobbies… Alles soll möglichst perfekt sein!

Mentoring basiert auf Vertrauen und dieses Vertrauen muss sich natürlich erst aufbauen. Je günstiger die Ausgangsbedingungen dafür sind (gleiche Interessen, Hobbies, ähnlicher Charakter), desto schneller baut sich das Vertrauen auf und das Schüler-Mentor-Tandem kann damit anfangen intensiv an den Zielen der/des Schülers/in zu arbeiten.

Häufigste Frage: Kann an dem Mentoring-Programm nur jemand teilnehmen, der schon weiß, in welche Richtung es gehen soll?

Antwort: Nein, jeder Schüler, egal wo er/sie gerade in seinem Berufsorientierungsprozess steht, kann daran teilnehmen. Wenn der/die Schüler/in noch keinen Berufswunsch hat, achten wir beim Matching noch mehr auf Charakter und Interessen/Hobbies und weniger auf den Beruf.

Wie wird man offiziell ein Komplize?

Wenn wir für alle Schüler einen passenden Mentor gefunden haben, gibt es das Kick-Off. Es ist eine von uns moderierte Veranstaltung, wo sich Schüler und Mentor das erste Mal sehen. Es ist ein bisschen wie eine Blind-Date Veranstaltung, denn niemand hat zuvor seinen Tandem-Partner gesehen – alle lernen sich erst an diesem Tag kennen. Eine furchtbar aufregende Zeit für uns. Wir wollen schließlich, dass wirklich jeder an diesem Tag zufrieden nach Hause geht.

Für die Kick-Off Veranstaltung suchen wir extra Räume aus, die viel Platz und viele Nischen bieten. Wird dann ein Tandem-Paar von uns aufgerufen, kann es sich zurückziehen, sich in Ruhe kennenzulernen und den folgenden drei Fragen nachgehen:

  • Sind sie sich sympathisch?
  • Kann der Mentor den Schüler bei seinem beruflichen Ziel unterstützen?
  • Soll gemeinsam in die Tandemzeit gestartet werden?

Werden die Fragen mit ja beantwortet, machen wir schnell ein Beweisfoto der Komplizenschaft und verleihen beiden offiziell den Titel: Komplize. 😀

Häufigste Frage: Was, wenn der Schüler seinen Mentor nicht leiden kann?

Antwort: Dann schauen wir, woran es liegt und suchen einen neuen Mentor für den Schüler.

Und was macht das Projektteam, wenn die Tandemzeit beginnt??

Das Tandem startet motiviert in die Komplizen-Tandemzeit. Und wir? Nun wir warten natürlich am Rand, haben ein Auge auf unsere Komplizen und beobachten gespannt, welche Ziele sie für sich festsetzen, welchen Weg sie für sich einschlagen, welche Erfahrungen sie machen und wie sie Schritt für Schritt einen eigenen, individuellen Weg in ihre berufliche Zukunft finden…

Willst Du auch ein Komplize werden? Dann melde Dich einfach auf unserer Homepage an 🙂

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