Voneinander lernen?! – Mentorenakquise

Heute widmen wir uns dem Thema Mentoren-Akquise. Mentoren für Mentoring-Programme zu akquirieren, kann eine der angenehmsten (Netzwerktreffen, Afterworkparties), aber zugleich auch aufwendigsten Aufgaben sein, besonders wenn man gerade erst startet.

Die häufigste Frage, die uns von Unternehmen und öffentlichen Förderern immer gestellt wird, ist: Wo bekommt ihr Eure Mentoren/innen her?

Antwort: von überall.

Schaut Euch gerne unseren Blogeintrag „Voneinander Lernen: Schulakquise“ an, denn die dort erwähnten Akquisemöglichkeiten können auf jede Zielgruppe übertragen werden, man muss nur immer das passende Äquivalent zur eigenen Zielgruppe finden.

Da ihr also die Möglichkeiten Mentoren zugewinnen bei „Voneinander Lernen: Schulakquise“ finden könnt, schaut wir uns in diesem Beitrag lieber mal die – unserer Meinung nach – erfolgreichste Art der Mentorenakquise an:

Die Kaltakquise

Menschen von sich und dem eigenen Programm zu überzeugen ist einfach, so lange es nicht um finanzielle Mittel geht 🙂

  1. Das Programm muss gut sein – aber welches soziale Programm ist das nicht 🙂
  2. Es braucht engagierte Mitarbeiter, die sich trauen, auf andere Personen zuzugehen – aber auch das lernt man sehr schnell in sozialen Programmen.
  3. Es braucht natürlich die richtige Vorbereitung, um schnell und überzeugend das eigene Programm an den Mann/die Frau zu bringen

Warum? Weil überall Möglichkeiten schlummern, um Mentoren für sich zu gewinnen:

…auf jeder Netzwerkveranstaltung, auf Messen, im Bus, im Fitnesscenter, bei jeder Freizeitaktivität, im Pub, im Stau auf der Autobahn, beim Mittagessen, beim Carsharing/Mitfahrgelegenheit, im Coworking, bei Weiterbildungen, auf facebook/Xing usw.

Wenn ihr also vorbereitet seid, immer eine Visitenkarte dabei habt und Euer Programm in 3 Sätzen zusammenfassen könnt, steht nur noch die Motivation des/der potentiellen Mentors/in im Weg…

Mentorenakquise – Schritt 1:

Manche Menschen motiviert man schon allein dadurch, dass sich die betreffende Person mit dem Problem identifizieren kann, es also z.B. selbst erlebt hat oder jemand kennt, der es erlebt hat. Andere, indem man an den Gerechtigkeitssinn der Person appelliert und wieder andere, indem man ihnen klar vor Augen hält, was die Person für sich und seine Arbeit aus dem Programm ziehen kann, wie beispielsweise Kontakte.

Wichtig dabei: was auch immer die Mentoren davon zu ihrer Motivation inspiriert, es ist gut und richtig. Manche mögen sich nicht mit dem sozialen Problem von Eurem Verein /Organisation identifizieren können, das heißt aber nicht, dass sie ein/e schlechter/e Mentor/in sind. Es heißt auch nicht, dass das immer so bleiben wird. Bei uns sind Mentoren, die sich durch die eventuell möglichen Kontakte zu einen Engagement überzeugen ließen, heute teilweise Vereinsmitglieder 🙂

Wenn man zu Beginn nicht gleich jeden von seinem Projekt begeistern kann, ist das natürlich normal. Deshalb: Lasst Euch nicht entmutigen, lernt daraus und macht weiter!

Soviel zu  Schritt eins der Mentorenakquise. Schwieriger wird Schritt 2…

Mentorenakquise – Schritt 2:

Der schwierigere Teil der Mentorenakquise besteht darin, die Motivation der Personen aufrecht zuerhalten.

Wenn man sich also vom Vorabend auf einer Netzwerkparty eine Visitenkarte geangelt hat und die dann im Büro auf dem Schreibtisch liegt …und liegt …und liegt – dann wird das nichts.

Darin liegt unserer Erfahrung nach das Hauptproblem, dass viele potentielle Mentoren nur potentiell bleiben. Also Achtung! Dran bleiben! Und zwar von Anfang an. Schreibt die Person gleich am nächsten Tag an, spätestens am übernächsten. Denn da ist die Motivation vom Vorabend noch recht hoch und sie schwindet mit jedem Tag, der verstreicht, ein bisschen mehr. Vielleicht könnt ihr ja gleich auf der Netzwerkparty einen Termin für eine Rückmeldung ausmachen?

Diese Rückmeldung am Tag danach ist wichtig, denn sie zeigt, dass die Programm-Teilnahme des/der Mentors/in für Euch wirklich wichtig und wertvoll ist. Und genau so soll sich auch der/die Mentor/in fühlen – wichtig und wertvoll. Schließlich opfert man nicht einfach mal so seine Freizeit, sondern nur, wenn man die investierte Zeit als Gewinn für sich und andere empfindet.

Ich finde, dass ist ein großer Vorteil von Mentoring-Programmen. Denn mit Mentoring kann man selbst bei geringem Zeiteinsatz nicht nur positive Veränderungen bewirken, man bekommt die Entwicklung auch Schritt für Schritt mit und weiß, dass man dazu beigetragen hat, jemanden in seiner Persönlichkeit wachsen zu lassen. 🙂

Wenn auch aufwändig, ist diese Form der Mentorenakquise – unserer Meinung nach – die bei weitem erfolgreichste, aber auch die, die das meiste Engagement und Durchhaltevermögen fordert.

Andere Meinungen? Dann schreibt uns! Wir freuen uns auf Feedback von Euch 🙂

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